Warum sind Lupinen ökologisch so wertvoll?

Warum sind Lupinen ökologisch so wertvoll?

 

Kurz gesagt:

  • Die Lupine bildet ein tiefes Wurzelwerk aus, über das sie auch an dort gelegene Nährstoffe gelangt. Dadurch ist der Einsatz von Düngemitteln bisher nicht notwendig, was sie auch für den bio-veganen Landbau so spannend macht.
  • Vielmehr sind Lupinen Stickstoff-Fixierer, sodass sie häufig für die Stickstoff-Anreicherung im Boden eingesetzt werden.
  • Dass es bei Lupinen keine gentechnisch veränderten Sorten gibt, ist ein weiterer Pluspunkt.
  • Die Hülsenfrucht wächst auf heimischem Boden und alle Produkte, die hierzulande aus Lupinen hergestellt werden, stammen aus ökologischem Anbau.

 

Sie wollen es genauer wissen?

 

Lupinen gehören zur Ordnung der Hülsenfrüchte (Leguminosae), die weltweit mit zahlreichen Gattungen und ca. 13.000 Arten in 3 Familien vertretenen ist.

 

Alle Leguminosen können mit Hilfe von spezifischen Bakterien an ihren Wurzeln aus dem Stickstoff der Luft wertvolles Protein machen. Man nennt dies Stickstoff-Fixierung. Der biologisch gebundene Stickstoff befindet sich in Knöllchen und kann von der Pflanze genutzt werden. Deswegen sind alle Hülsenfrüchte besonders eiweißreich und wachsen auf ungedüngten Böden. Die Symbiose aus Bakterium und Pflanze ist ein hocheffektives natürliches System, welches eine Syntheseleistung vollbringt (Protein aus Luftstickstoff), die sonst nur in großen technischen Anlagen und unter hohem Energieverbrauch und mit CO2-Emissionen durchgeführt werden kann.

Die klimawirksamen Emissionen aus der Stickstoffdüngung tragen aber auch in Form von entstehendem Gas weltweit zur Klimaerwärmung bei. Beides wird durch den Anbau von Lupinen und anderen Hülsenfrüchten minimiert.

Kein höheres Lebewesen, ob Pflanze oder Tier, kann selbst Protein erzeugen oder Luftstickstoff nutzen. Deswegen ist die ökologische Bedeutung von Arten der Hülsenfrüchte mit ihren effektiven Knöllchenbakterien weltweit sehr groß.

 

Lupinen reichern den Boden mit 100 kg Stickstoff je Hektar an und ersparen in der Klimabilanz das Äquivalent von über 100 Litern Diesel pro Hektar.

 

Die positiven Wirkungen für den Boden und die nachfolgenden Kulturen wie beispielsweise Getreide nennt man Vorfruchtwert.

Lupinen haben einen sehr hohen Vorfruchtwert, da sie beträchtlichen Mengen der wertvollen Stickstoffknöllchen im Boden hinterlassen, die den Einsatz von Stickstoffdüngern überflüssig machen.

Weitere positive Eigenschaften sind die tiefe Durchwurzelung und damit Lockerung des Bodens durch die Pfahlwurzeln und der Aufschluss von Mineralstoffen wie Phosphat sowie die Unterbrechung von Pflanzenkrankheiten anderer Kulturpflanzen. Leguminosen und ganz besonders Lupinen bereiten und verbessern den Boden.