Sojamilch und Kalzium?

Sojamilch und Kalzium?

Sojamilch und Kalzium?

Wie viele wissen ist in Sojadrinks und anderen Sojaprodukten kaum Kalzium vorhanden. Aus diesem Grund wird bei vielen im Handel erhältlichen Sojadrinks eine bestimmte Menge an dem Mineralstoff künstlich zugesetzt.
 
Sesam gilt als führender, pflanzlicher Kalzium Lieferant und kann wunderbar einfach bei der Zubereitung der Drinks oder in die fertigen Shakes eingerührt werden!
 

Kalzium – von der Kindheit bis zum Alter

 
Kalzium, ein Mineralstoff, welcher in der Erde in grosser Menge vorkommt, ist auch für den Menschen für sehr viele körperliche Funktionen wichtig und essentiell (d.h. Kalzium muss von aussen zugeführt werden). Kalzium (chemisch mit dem Zeichen Ca = Calzium) ist vor allem in den Knochen vorhanden, teils anorganisch, teils aber auch in organisch gebundener Form: Calziumphosphat, Calziumapatit, Calziumcarbonat.
 
Kalzium ist das im Körper in grösster Menge vorkommende Mineral. Es bestimmt teils die Härte des Knochens, aber nur in Verbindung mit den organischen, elastischen Bindegewebsfasern.
 
Kalzium allein wäre zu hart, zu splitterig, wie Gips, und nur als Einlagerung in die organische Struktur des Knochens stärkt es diesen. Ein Leiden, bei welchem das Kalzium nicht in den Knochen eingelagert wird, ist die Rachitis des Kindes oder die Osteomalazie des Erwachsenen, beides heute glücklicherweise sehr seltene Krankheiten. Die Knochen haben alsdann einen zu grossen Anteil organischer Strukturen, sind zu biegsam und zu wenig hart, brechen aber nicht. Dies ist dann ein wahres Kalzium-Aufnahme- und Kalziumeinbau-Problem.
 
Kalzium hat aber noch ganz andere sehr wichtige Funktionen: Als Katalysator vieler Stoffwechselvorgänge und als Austauschion für die Zelltätigkeit. Die Vitalität der Zellen, d.h. das an ihnen bestehende elektrische Membranpotential, wird aufgebaut durch einen Austausch von Magnesium und Kalzium an der Zellwand.
Kalzium und Magnesium regulieren aber auch die Herztätigkeit, sowie alle unbewussten vegetativen Funktionen, in Zusammenarbeit mit dem Kalium und dem Natrium, welche ebenfalls im Gleichgewicht sein müssen. Kalzium ist auch nötig für die Blutgerinnung. Der Kalziumaustausch innerhalb des Körpers folgt einem sehr komplizierten hormonellen Regelkreis von Parathormon (in den Nebenschilddrüsen gebildet) und Calzitonin.
 
Der heutige «zivilisierte», meist übersäuerte Mensch, hat oft einen Mangel an Magnesium, der bei unsinniger Kalziumaufnahme nur noch schwerer wiegt. Er hat aber auch oft ein Übermass an Natrium (aus Salz und Fleisch) und einen Mangel an Kalium. Einzig pflanzliche Kost (möglichst zu 1/3 bis 2/3 als Rohkost) ersetzt alle diese notwendigen Mineralien in der richtigen Zusammensetzung.
 
Milch und Milchprodukte sind wohl sehr kalziumhaltig, dieses Kalzium nützt aber nichts, da ein Übermass an Phosphor und vor allem ein starkes Übermass an Milcheiweiss, das Kalzium bindet und daher inaktiv für die Zelle und den Knochen macht.
 
Milch und Milchprodukte sind also zur Behandlung der Osteoporose und der ihr zugrunde liegenden Übersäuerung nicht geeignet und abzuraten. In der chinesischen Medizin gilt Milch als lymphverschlackend und als ansäuernd!
Wir wissen, dass heute über die Hälfte (gewisse Literaturstellen nennen 2/3) der westlichen Menschen in einer Form auf Milcheiweisse zusätzlich allergisch reagieren. Auch müssen wir bedenken, dass eine Leistungs-Milchkuh heute ca. 3x soviel Milch gibt wie vor 40 Jahren die «Spitzenkühe». Diese Milch ist aber bei weitem nicht mehr so gehaltvoll wie früher und sehr problematisch, da die armen Kühe artfremd mit «Kraftfutter» ernährt werden.
 
Und nur so nebenbei: Warum bekommen denn die armen Kühe keine Knochenschwäche, wo sie ja täglich 20-40 Liter Milch geben? Da sie sich eben basisch, d.h. pflanzlich mit Grünzeug ernähren! Besonders Kinder sollten keine Milchprodukte erhalten, da sie übersäuernd, allergiefördernd wirken und sehr häufig Ursache von Immunstörungen und Infektanfälligkeiten sind.
 
Lassen Sie sich nicht durch die Werbung der Milchindustrie und der «Functional Food-Industrie» blenden, welche unsinnigerweise sogar noch anorganisches Kalzium zur Milch dazugibt. Kinder dürfen als Ersatz Reismilch oder Sojamilch nehmen.
Als Getränk aber empfehlen wir ohnehin keine Milch, sondern Tees oder einfach Wasser, keinesfalls künstliche Süssgetränke wie Cola, Fanta, Citro, etc., da sie Phosphate enthalten und das Kind unruhig, aber vor allem säurelastiger machen können. Die sogenannten «Light-Getränke» bei denen Zucker durch Aspartam (einen künstlichen Süssstoff) ersetzt wurde, sind eher noch schlimmer!
 
 
Quelle: Dr. med. Thomas Rau, Ärztlicher Leiter der Paracelsus-Klinik Lustmühle, 2000